Pollenanalysen unserer Honige
Unsere Bienen sammeln Nektar und Pollen in einem Umkreis von mehreren Kilometern. Es war für uns von besonderem Interesse, zu erfahren, welche Pflanzen sie dabei aufsuchen. Daher haben wir über das österreichische Labor Sinsoma die Honig-DNA ausgewählter Proben analysieren lassen.
Frühlingsblütenhonig aus Grambin
Eine Zusammenfassung der Pollenanalyse :
Botanische Zusammensetzung
Der Honig weist ein vielfältiges Spektrum an Blütenquellen auf, wobei vier Pflanzenarten dominieren und gemeinsam fast 80 % des Pollenanteils ausmachen.
- Hauptkomponenten (über 10 %):
- Weiden: 33,17 % (Haupttrachtquelle)
- Heidelbeere: 18,72 %
- Berg-Ahorn: 14,55 %
- Schöllkraut: 11,97 %
- Begleitkomponenten (1 % bis 7 %):
- Wald-Vergissmeinnicht (6,89 %)
- Kriechender Hahnenfuß (1,86 %)
- Vogelkirsche (1,37 %)
- Hahnenfuß (1,27 %)
- Eichen (1,21 %)
- Rauken (1,09 %)
Geringfügige Anteile und Spuren
- Unter 1 %: Buchen, Weißer Senf, Stieleiche, Steinobstgewächse, Sumpfdotterblume, Lorbeer-Weide, Traubeneiche, Goldlack und Rotbuche.
- Sonstige: Der Anteil weiterer, nicht einzeln aufgeführter Pflanzen („Andere“) beträgt 2,80 %.
Fazit
Es handelt sich um einen klassischen Frühlingshonig mit einem starken Fokus auf Weide und Waldbeeren, ergänzt durch typische Frühblüher wie Ahorn und Obstgehölze.
Sommerblütenhonig aus Sophienhof
Eine Zusammenfassung der Pollenanalyse :
Dominante Trachtquelle
- Sumpf-Vergissmeinnicht: Mit 52,89 % stellt diese Pflanze den Hauptanteil und prägt den Charakter des Honigs maßgeblich.
Begleitflora (signifikante Anteile)
Die folgenden Pflanzen sind in relevanten Mengen vertreten:
- Behaarte Graukresse: 9,25 %
- Wegeriche (inkl. Spitzwegerich): 11,73 % (Gesamtanteil)
- Schöllkraut: 5,31 %
- Rasen-Vergissmeinnicht: 3,66 %
Nebentrachten (unter 3 %)
Zahlreiche weitere Pflanzenarten tragen in geringeren Mengen zum Aroma bei:
- Kreuzdorn & Mauerpfeffer: Zusammen ca. 4,9 %
- Graukressen (div. Arten): ca. 3 %
- Gräser & Kräuter: Darunter Fuchsschwanzgräser, Schlafmohn, Mädesüß, Heidelbeere, Birke und Sauerampfer (jeweils unter 1,2 %).
Sonstige Bestandteile
- Andere Pollenarten: 2,45 %
Fazit: Es handelt sich um einen vielseitigen Sommerblütenhonig, der botanisch sehr stark vom Sumpf-Vergissmeinnicht dominiert wird, ergänzt durch ein breites Spektrum an Wildkräutern.
Wird auf Webseite weitergeleitet.
„Spättracht“ aus Gegensee
Eine Zusammenfassung der Pollenanalyse:
Dominante Trachtquellen
Die Probe wird maßgeblich von zwei Pflanzengruppen dominiert, die zusammen fast die Hälfte des Pollenspektrums ausmachen:
- Leinkräuter: 24,74 %
- Behaarte Graukresse: 22,49 %
Ergänzende Trachtkomponenten (über 2 %)
Weitere signifikante Anteile entfallen auf verschiedene Kreuzblütler und spätblühende Pflanzen:
- Graukressen (allg. & Dunkle Graukresse): ca. 22,8 %
- Rainfarn-Phazelie: 3,74 %
- Pippau: 3,39 %
- Besenheide: 3,05 %
- Raps: 2,90 %
- Gewöhnlicher Wasserdost: 2,38 %
- Wildkohl: 2,28 %
Nebentrachten und Spuren (unter 2 %)
Die Analyse zeigt eine hohe Diversität mit geringeren Anteilen von:
- Kreuzblütler: Schaumkressen, Kohl-Arten sowie Veränderliche Graukresse.
- Wild- und Gartenpflanzen: Schöllkraut, Zweizähne, Kornblume, Gänsefingerkraut und Reiherschnäbel.
- Heidekrautgewächse: Heidelbeere und Preiselbeere (jeweils 0,64 %).
Sonstiges
- Andere: 2,87 % (Sammelposten für Kleinstanteile verschiedener Arten).
Fazit: Die „Spättracht“ zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an Leinkräutern und Graukressen aus, ergänzt durch typische Spätsommer Blüher wie Besenheide und Wasserdost.